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Donnerstag, 19. Juni 2014

Proteste IV

In den sogenannten Qualitätsmedien ist die Berichterstattung über die Proteste im Rahmen der Spiele der Weltmeisterschaft ja in den letzten Tagen ja fast gänzlich - wie nicht anders zu erwarten war - von Berichten über die Spiele verdrängt worden. Protestiet wird trotzdem, zum Beispiel in Rio de Janeiro während des Spiels am Sonntag Abend. Beeindruckende (und ein wenig verstörende) Bilder davon gibt es hier.
Besonders diese Robocops sind in einem Science-Fiction-mässigen Sinne prototypisch für die die Marketing-Armee des 21. Jahrhunderts.



Nachtrag: 

Teile der Spezialeinheiten der Brasilianischen Polizei wurden vom BKA und LKA-Niedersachsen ausgebildet.



Sonntag, 15. Juni 2014

Reshaping Rio

Da die Weltmeisterschaft heute Abend auch in Rio de Janeiro ankommen wird ein kurzes Filmchen, wie die Stadt in den letzten Jahren in Vorbereitung auf die WM und die Olympischen Spiel 2016 umgestaltet worden ist - und welche Folgen dies für die Bevölkerung hat:  

Reshaping Rio


Sonntag, 1. Juni 2014

"The Price of the World Cup "

Ich dachte an nem Sonntag Abend passt vielleicht ein Filmchen ganz gut rein. Ist von nem dänischen Dokumentarfilmer und zeigt an drei Beispielen die direkten Folgen der Weltmeisterschaft für die Bevölkerung auf:





Insgesamt ganz gut gemacht. Hat leider an ein paar Stellen ein paar Schnitt-fehler.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Zwangsräumungen & soziale Verantwortung



Die FIFA stilisiert sich und ihre WM ja gerne zur sozialen Institution. Mit bunten Kampagnen wird an einem Image gearbeitet, dass den globalen Fußball zur Weltverbesserungsinstitution erhebt. Das ganze trägt dann so schöne Namen wie "Footballfor hope" und soll demonstrieren, dass man Verantwortung übernimmt. Dass der Etat dieses Programm mit 3,1 Mio USD nur etwa ein Promille des erwarteten Gewinns der anstehenden WM beträgt, muss ja nicht unbedingt an die große Glocke gehangen werden.
Ob allerdings die Opfer der im Vorfeld der Weltmeisterschaft durchgeführten Zwangsumsiedlungen - es handelt sich dabei überwiegend um sozialschwache Bewohner der Stadion-nahen Favelas - von derlei Programmen profitieren werden, dass darf dann doch bezweifelt werden. Wie vor vier Jahren in Südafrika wurden scheinbar zehntausende gegen ihren Willen über Nacht aus ihren Häusern vertrieben um anschließend in Barackensiedlungen weit abseits ihres ursprünglichen sozialen Umfeldes interniert zu werden. Das dabei vor allem - ähnlich der im Rahmen der OlympischenSpiele 2012 in London durchgeführten Gentrifizierung - eine gezielte Stadtentwicklung für die besser gestellten Schichten vorangetrieben wird, ist im Bericht von Amnesty International dargelegt.
Die Auffassung, dass die Austragung der Weltmeisterschaft für die Bevölkerung Brasiliens eine großartige Entwicklungsmöglichkeit darstellt, wird angesichts dieser Vorgänge endgültig zur Farce und das sogenannte soziale Engagement der FIFA zu dem was es wirklich ist: eine PR-Kampagne zur Imagepolitur.


P.S.: bizarrerweise gibt es tatsächlich Medien in Deutschland, die diese FIFA-Propagange unreflektiert wiedergeben. Aber das dieses Magazin ziemlicher Müll ist, dass ist ja nicht neu.