Seit vier Tagen rollt der Ball in Brasilien - und in ARD und ZDF. Seit 1954 übertragen in Deutschland öffentlich-rechtliche Rundfunktanstalten die Fußballweltmeisterschaft und bis mindestens 2022 wird sich das nicht ändern:
Nach den Rechten für die WM 2018 in Russland haben sich ARD und ZDF auch die Übertragungsrechte für die WM in Katar 2022 gesichert - obwohl noch nicht einmal feststeht, ob tatsächlich in den beiden Ländern gespielt wird [1, 2]. Ein kostspieliges Unterfangen: zwischen 150 und 180 Mio € werden alle vier Jahre an die FIFA bezahlt [3]
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Montag, 16. Juni 2014
Mittwoch, 28. Mai 2014
Keine Bild zur WM
Zum anstehenden Auftakt der Weltmeisterschaft versorgt uns die Bild-Zeitung am 6. Juni wiedermal mit einer Gratis-Sonderausgabe. Jeder Haushalt bekommt kostenlos ein Exemplar zugestellt. Ungefragt, versteht sich. Mehr Details und eine einfache Anleitung wie man dem Springerverlag die Zustellung in den eigenen Briefkasten untersagen kann gibts im Bildblog.
P.S.: ich bekomme keine. Hat beim letzten Mal gut funktioniert und wird wohl auch dieses mal klappen.
P.S.: ich bekomme keine. Hat beim letzten Mal gut funktioniert und wird wohl auch dieses mal klappen.
Gute Stimmung
Eine sehr schöne Formulierung für die Erwartung, dass die Berichterstattung über die Weltmeisterschaft von ARD und ZDF nicht allzu kritisch ausfallen wird, sobald der Ball einmal rollt habe ich im Forum von 11 Freunden gelesen:
Ob eine kritische Berichterstattung überhaupt möglich ist, wenn die Hoheit über die Bilder von den Spielen in den Händen einer Produktionsgesellschaft liegt, die im Auftrag der FIFA exklusiv die Übertragungen produziert ist darüberhinaus fraglich. Wenn die ganze Welt ein homogenisiertes Format - dieselben Bilder für 250 TV-Sender weltweit - vorgesetzt bekommt, dann wird - zumindest während der Spiele - nicht gezeigt, was nicht in die schöne FIFA-Fußballwelt passt.
[1] die Party kostet zwischen 150 und 180 Mio Euro.
Und Partys [1], für die man sich teuer eingerichtet hat, sprengt man nicht selbst, indem man den Leuten zwischen den Häppchen sagt: "Das schmeckt alles prima und macht satt. Aber passt auf, da könnten Glasscherben in der Leberpastete stecken – und für den Kaviar ging woanders jemand über Laichen. Zumindest manchmal."
Ob eine kritische Berichterstattung überhaupt möglich ist, wenn die Hoheit über die Bilder von den Spielen in den Händen einer Produktionsgesellschaft liegt, die im Auftrag der FIFA exklusiv die Übertragungen produziert ist darüberhinaus fraglich. Wenn die ganze Welt ein homogenisiertes Format - dieselben Bilder für 250 TV-Sender weltweit - vorgesetzt bekommt, dann wird - zumindest während der Spiele - nicht gezeigt, was nicht in die schöne FIFA-Fußballwelt passt.
[1] die Party kostet zwischen 150 und 180 Mio Euro.
Dienstag, 27. Mai 2014
Meta-Berichterstattung
Die Universität Erfurt hat in einer Studie über die deutsche Auslandsbericht-erstattung über Brasilien festgestellt, dass in der deutschen Presse in den letzten Jahren ein einseitiges Bild von Brasilien gezeichnet worden ist. Wirtschaftliche Themen wurden überproportional wiedergegeben, während innenpolitische und soziale Aspekte weitgehen unbeachtet geblieben sind.
Deutschen Bürgern fehlen auf diese Weise oft wichtige und kritische politische Hintergründe.Die Autoren begründen damit die hiesige Verwunderung darüber, dass in Brasilien im Hinblick auf die Weltmeisterschaft nicht nur gute Stimmung herrscht.
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