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Samstag, 21. Juni 2014

Die Profiteure



Dass die Ausrichtung einer Fußball-Weltmeisterschaft eine kostspielige Angelegenheit hat ja bereits die WM 2010 in Südafrika eindrucksvoll gezeigt. In Brasilien wird das nicht anders sein - im Gegenteil die Kosten betragen ein Vielfaches der vorangegangenen Turniere: die Neu-  und Umbauten der 12 WM-Stadien kosten zusammen über 3 Mrd. Euro [1] – die Gesamtkosten des Turniers werden mit etwa 11 Mrd. Euro angegeben [2]. Der Anteil der öffentlichen Hand liegt bei über 80% [3]. Da die erwarteten Einnahmen durch die Weltmeisterschaft deutlich geringer ausfallen werden als die Investitionen, wird ein Defizit in Milliardenhöhe resultieren.
Das wirft natürlich die Frage auf, warum überhaupt Staaten ein Interesse daran haben solch ein kostspieliges Event auszurichten.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Franz Beckenbauer ist nicht korrupt!

Diese ganze Geschichte um Franz Beckenbauer - der natürlich unschuldig ist - zeigt so herrlich, wie unfassbar naiv die deutsche Medienlandschaft ist, wenn es um Korruption geht. Vor zwei Jahren bekam die Lichtgestalt des deutschen Fußballs einen neuen Job: er wurde zum Sportbotschafter vom Verband Russischer Gasproduzenten (RGO) der von Gazprom geführt wird. Fast wörtlich aus einer russischen Agenturmeldung abgeschrieben, konnte man das völlig unkommentiert in der FAZ und im Spiegel nachlesen. Niemand hat damals gefragt, was das denn eigentlich sein soll: ein Sportbotschafter bei der Gaslobby.

Montag, 9. Juni 2014

Franz Beckenbauer ist unschuldig!

Ich bin ja nach wie vor sicher, dass die WM 2022 nicht neu vergeben wird. Und auch die entscheidenden Beweise, dass Franz Beckenbauer involviert war in Korruption und Schiebung werden wohl am Ende nicht gefunden und wenn doch, dann hat er das alles nicht mit absicht gemacht. Wir erinnern uns: Uli Hoeneß hat er vor dessen Verhandlung verteidigt indem er ihm Vergeßlichkeit unterstellt hat. Also, die WM kommt in die Wüste, ein paar (ausgesuchte und minderwichtige) Köpfe werden rollen und sonst bleibt alles beim Alten.

Dienstag, 3. Juni 2014

Keine Beweise


Einen umfangreiche Einschätzung der Vorgänge rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 in Katar gibt es von Jens Weinreich.* Vor allem die Rolle von Mohamed bin Hammam in der FIFA wir dargestellt, zum Beispiel wie der einst kräftig mithalf Sepp Blatter ins Amt des FIFA-Präsidenten zu kaufen. Sehr lesenswert.

Montag, 2. Juni 2014

Gekaufte WM

Die in zehn Tagen beginnende Weltmeisterschaft ist für die FIFA für den Moment wohl nicht die wichtigste Baustelle. Die notwendigsten Projekte in Brasilien werden wohl - mehr oder weniger - kurz vor Schluss noch abgeschlossen werden und für denn Fall, dass doch noch etwas schief läuft hat man sich für 900 Mio. USD gegen den Ausfall oder einen verspäteten Beginn des Turniers versichert.